Manuel Andrack

Autor - Moderator - Wanderer



Vorwort – Schritt für Schritt

Immer wenn es so richtig langweilig wurde auf unseren Wanderungen, haben meine Eltern mit mir „Schritt für Schritt“ gespielt. Stundenlang. „Schritt für Schritt und Mann für Mann, und wer den Schritt nicht halten kann, der ist ein dummer, dummer Eselsmann.“ Wer aus dem Takt geriet, war eben der „Eselsmann“. Späte 1960er, frühe 1970er Jahre, Gender-Korrektheit war noch Zukunftsmusik. Für dieses Buch bin ich auch Schritt für Schritt gegangen, richtiges Wandern war das meistens nicht. Und das soll auch nicht der Anspruch dieses Buches sein. Es ist kein Wanderbuch, sondern eine Art mobiles Geschichtsbuch. Es ist schon allein deswegen kein Wanderbuch, weil die Menschheit seit Erfindung des aufrechten Gangs zwar zu Fuß gegangen ist – gewandert hingegen wurde erst seit dem späten 18. Jahrhundert, als vor allem die englischen und deutschen Romantiker ihre zweckfreie Leidenschaft für die Natur entdeckten. weiterlesen »


Praktische Tipps

Neanderland
Wie ich schon im Haupttext geschrieben habe, kann man durch das Düsseltal bis Schöller und hinauf zur Bundesstraße B7 gehen, indem man sich vor allem an die Markierung des neanderland STEIGS hält. Zwischen Neanderthal Museum und dem Bahnhof Gruiten und zwischen Gruiten-Dorf und der Quarter Horse Ranch folgt man dem X. Der neanderland STEIG ist in gewisser Weise mein Baby, denn in den letzten Jahren durfte ich an der Entwicklung und dem Marketing dieses Weitwanderwegs mitwirken. Der Kreis Mettmann hat sich vor kurzer Zeit in „Neanderland“ umbenannt, und so gibt es einen gleichnamigen, 238 Kilometer langen Weg rund um das Neanderland. Kurioserweise verläuft der neanderland STEIG aber nicht, wie man annehmen könnte, durch das Neandertal im engeren Sinne.
Auf diesem neanderland STEIG sind wir im Stindertal gewandert. Zwischen der B7 und dem Stindertal allerdings gingen wir ohne Markierung und teilweise auch ohne Weg, dafür im Stadtzentrum von Mettmann über sehr viel Asphalt – ein „schöner“ Wanderweg war das nicht. Auch nach Verlassen des Stindertals sind wir über diverse Straßen von Erkrath gegangen und schließlich über einen asphaltierten kombinierten Fuß-Rad-Weg im Düsseltal bis zur Fundstelle des Neandertalers. weiterlesen »


GEO Special – Der Watzmann

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Jetzt: Im neuen Heft von GEO SPECIAL: Der Watzmann – Manuel Andrack am Limit! Ein Wanderer geht steil – Zum ersten und zum letzten Mal: Manuel Andrack bezwingt die Watzmann-Ostwand.

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Wo das Glück wohnt

Die Saarländer wollen das Glück zwingen. Immerhin geben sie pro Kopf mehr Geld für Lotto und Toto aus als der Rest der deutschen Bevölkerung. Vielleicht könnten sich die Saarländer aber das Geld sparen, denn es wird vermutet, dass das Glück schon im Saarland wohnt, man muss es gar nicht mehr suchen. Aber welche Anschrift hat das Glück, das im Saarland wohnt? Ich habe mich auf die Spur des Glücks gesetzt und bin nach Saarbrücken und Losheim, nach Völklingen und Köllerbach gefahren. Wenn man einen echten Saarbrücker treffen will, einen der auf 400 Jahre Familiengeschichte in Saarbrücken zurückblickt, muss man sich mit Thomas Bruch im Gasthaus Stiefel am St.Johanner Markt treffen.

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Andrack wandert mit… Antje von Dewitz

Manuel Andrack und das Wandermagazin gehen neue Wege. Andrack wandert nicht mehr allein, wie ein einsamer, trauriger Wolf, nein, Andrack wandert mit den Machern der Outdoor-Branche. Alle Wanderer tragen Jacken, Hosen, Schuhe, Rucksäcke von Meindl, von Deuter, von Schöffel, von Tatonka, von Vaude, von Mammut. Aber kaum einer weiß, wie die Menschen hinter diesen Marken aussehen, wie sie ticken, und – ganz entscheidend – ob sie überhaupt gerne Wandern. Andrack wird es herausfinden, und zum Start der neuen Reihe wandert er mit … Antje von Dewitz


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Allesfahrerin Silvia

Silvia Krüger hat seit mehr als zwei Jahrzehnten kein Spiel des 1.FC Köln verpasst. Wie geht so ein Leben eigentlich?

Das letzte Heimspiel des 1.FC Köln, das sie verpasst hat, war der Heimsieg 1986 gegen Borussia Dortmund, aber so was würde Silvia Krüger heute selbstverständlich nicht mehr passieren. »Damals musste ich mit meinem Verlobten Urlaub machen. Auf Gran Canaria, es war schrecklich,« sagte sie. Der Verlobte ist auch deshalb schon seit Ewigkeiten ein Ex-Verlobter, während die Liebe zum 1. FC Köln seither noch gewachsen ist. Inzwischen ist Silvia Krüger nämlich Alles-Alles-Fahrerin. Das bedeutet: die Mit-Vierzigerin hat seit 1989 kein Pflichtspiel des FC ausgelassen und 2001 die Anforderungen an sich noch gesteigert. Seither macht sie auch alle Fanreisen in die Sommer- und Wintertrainingslager mit. weiterlesen »



MERIAN Saarland

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Alle lieben das Nauwieser Viertel. Manche kommen, um einen Abend lang zu feiern, andere ziehen gleich ganz hierher. MERIAN-Autor Manuel Andrack lebt direkt nebenan – und erzählt, wie aus einem Problemviertel der aufregendste Stadtteil Saarbrückens wurde. weiterlesen »


Shoppen im Wald

“In Rheinland-Pfalz trinken die Leute seit Jahrhunderten ungefähr einen Liter Wein am Tag. Deswegen sind die mental geschädigt.” Diese schonungslose Analyse stammt von Helmut Kohl. Er soll den Satz Heiner Geißler gegenüber geäußert haben. Seit drei Jahren wohne ich nun im Saarland, die Pfalz direkt vor meiner Haustür. Es reizte mich ungemein, wandernd auf dem Pfälzer Weinsteig zu testen, was es mit der Mentalschädigung der Pfälzer auf sich hat. weiterlesen »


Ich habe einen Traum

Zuletzt hatte ich einen Traum. Ich war im Background-Chor bei einem Nena-Konzert und sang einen ihrer älteren Hits: Ich hab heute nichts versäumt Denn ich hab nur von dir geträumt Wir haben uns lang nicht mehr gesehn Ich wird mal zu dir rübergehn Dann flog ich über den Rhein hinweg, ein kurzes Stück die Mosel herab zum Elzbachtal und wanderte auf dem Traumpfad „Eltzer Burgpanorama“ Ich hatte zwei riesige Nordic Walking Stöcke dabei, die an meinen Händen festgewachsen waren.



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